Land Niedersachsen fördert Sanierung des Verwell mit rund 1,17 Millionen Euro
Große Freude bei den Stadtwerken Verden und dem Team des Verwell Erlebnisbades: Das Land Niedersachsen fördert die geplante Sanierung des Verwell mit 1.173.947 Euro. Der vom Verwell eingereichte Förderantrag wurde in voller Höhe bewilligt. Die symbolische Übergabe des Förderbescheids erfolgte heute durch den Niedersächsischen Innen-Staatssekretär Stephan Manke direkt am Sportbecken des Verwell Erlebnisbades.
Neben Niedersachsens Staatssekretär Stephan Manke nahmen Verdens Bürgermeister Lutz Brockmann, die Landtagsabgeordnete Dörte Liebetruth, der Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke Verden, Wolf Hertz-Kleptow, Stadtwerke-Prokurist Olaf Müller sowie Verwell-Betriebsleiter Arne Lindhorst und stellvertretende Verwell-Leiterin Stina Mielke an dem Termin teil. Die Förderung ist ein bedeutender Meilenstein für die Zukunft des Bades. Nach aktuellem Kenntnisstand sind die Stadtwerke Verden die erste GmbH in Niedersachsen, die eine Förderung aus diesem Programm für ein Schwimmbad erhält.
Verwell als unverzichtbare Einrichtung für die Region
Das Verwell ist weit mehr als ein Freizeitbad. Es erfüllt eine zentrale Aufgabe für die Schwimmausbildung, den Vereins- und Schulsport sowie die Daseinsvorsorge in der gesamten Region. Allein im Hallenbad entfallen auf das Schulschwimmen jährlich rund 17.000 Eintritte von Schülerinnen und Schülern. Hinzu kommen zahlreiche Vereinsangebote, Schwimmkurse und Trainingszeiten. Das Sportbecken mit Hubboden und Sprunganlage ermöglicht dabei ein breites Spektrum an Nutzungen – von der Wassergewöhnung bis zum Leistungssport. „Das Sportbecken ist das Herzstück des Bades“, betonte Verwell-Betriebsleiter Arne Lindhorst bei der Übergabe. Das Verwell leiste einen wichtigen Beitrag dazu, dass Kinder und Jugendliche schwimmen lernen und die Bevölkerung ganzjährig ein attraktives Schwimmangebot nutzen kann.
Auch Staatssekretär Manke hob die gesellschaftliche Bedeutung solcher Einrichtungen hervor: „Schwimmen ist eine ganz wesentliche Kompetenz, die man haben muss. Unser Ziel ist, dass jedes Kind im Grundschulalter schwimmen lernt.“ Gerade vor dem Hintergrund sinkender Schwimmbadkapazitäten sei die Unterstützung von Sanierungsmaßnahmen ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der Schwimmausbildung.
Umfassende Modernisierung des Sportbereichs
Die bewilligten Fördermittel fließen in die Sanierung des Sportbeckens und der dazugehörigen Infrastruktur. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Erneuerung der in die Jahre gekommenen Bausubstanz sowie Maßnahmen zur langfristigen Sicherung des Badebetriebs.
Das Hallenbad stammt aus den frühen 1970er-Jahren. Viele Bereiche entsprechen noch dem ursprünglichen Bauzustand. Im Rahmen der Sanierung werden unter anderem die Beckenumgänge erneuert, Fliesen ausgetauscht sowie Undichtigkeiten an Dehnfugen, Rinnen und Betonkonstruktionen beseitigt. Darüber hinaus werden umfangreiche Betonsanierungen im Kellerbereich vorgenommen, um die langfristige Stabilität des Gebäudes zu gewährleisten. „Die Grundsubstanz ist immer noch 70er-Jahre“, erläuterte Lindhorst. „Die Sanierung ist notwendig, weil wir langfristig sonst keinen Erfolg mehr mit dem Schwimmbad hätten und den Betrieb perspektivisch nicht aufrechterhalten könnten.“ Ebenfalls vorgesehen sind die Modernisierung der Sanitäranlagen im Sportbereich sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit.
Mehr Platz für Gäste und Beschäftigte
Neben der technischen und baulichen Erneuerung umfasst das Projekt auch Verbesserungen für Gäste und Mitarbeitende. Geplant ist die Erweiterung der Personalräume sowie die Neugestaltung von Umkleidebereichen. Durch die Aufstockung bestehender Räumlichkeiten entstehen zusätzliche Flächen für das Personal. Gleichzeitig können neue barrierefreie Umkleiden geschaffen werden, die den Anforderungen eines modernen und inklusiven Badebetriebs gerecht werden. Mit der Maßnahme soll das Verwell für die kommenden Jahrzehnte zukunftssicher aufgestellt werden.
Starke Partnerschaft für ein wichtiges Projekt
Bürgermeister Brockmann dankte dem Land Niedersachsen für die Unterstützung und unterstrich die Bedeutung des Verwell für die gesamte Region: „Für den Schwimmunterricht und überhaupt für den Sport ist das Verwell das zentrale Bad im Südkreis.“
Auch der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Stadtwerke Verden, Wolf Hertz-Kleptow, begrüßte die Förderentscheidung: „Für uns ist es ausgesprochen wichtig, dass wir diese Investition umsetzen und dafür diese Unterstützung bekommen.“
Die Förderung bildet nun die Grundlage für die weitere Umsetzung des Projekts. Nach Abschluss der kommunalen Beschlussfassungen sollen die Sanierungsarbeiten planmäßig im kommenden Jahr beginnen. Mit der Investition wird das Verwell nicht nur baulich modernisiert, sondern auch langfristig als wichtiger Ort für Schwimmausbildung, Vereinsleben, Gesundheit und Freizeit in Verden und der gesamten Region gesichert.

Große Freude bei allen Beteiligten: Herr Manke überreichte stellvertretend für das Land Niedersachsen den Förderscheck zur Sanierung des Verwell Erlebnisbades (v.l.n.r.: Dörte Liebetruth, Stephan Manke, Wolf Hertz-Kleptow, Lutz Brockmann, Arne Lindhorst, Stina Mielke, Olaf Müller)